Kraftorte

Kraftorte kannte man in sehr vielen Kulturen und waren auf der ganzen Welt bekannt. Es sind Orte, so glaubte man, wo der Schleier zwischen unserer Welt und der Geisterwelt am dünnsten ist. An diesen Orten spüren wir oft eine Art Präsenz, wir fühlen uns beobachtet, unwohl, oder auch heiter und erfrischt. Das kann man ganz einfach bei einer Waldwanderung feststellen, dass jeder Wald seine Eigenheiten und seine eigene, ganz spezielle Atmosphäre besitzt.

An solchen Orten, so glaubten unter anderem die Kelten, wachsen Hexenringe aus Pilzen, oder man findet sogenannte Schalensteine wieder. Das sind uralte Gebilde, künstlich von Menschenhand erschaffen, und reichen meist bis in die Steinzeit zurück. Kraftorte haben viele Hintergründe, Kräfte und können sehr unterschiedlich sein. Es ist oftmals so, dass wir an vielen solcher ehemaligen Kraftorten christliche Kapellen und Kreuze vorfinden. In Nordamerika habe ich ebenso bereits sogenannte Kraftorte bereist, vorallem im Bundesstaat Arizona, wo der Glaube an die Kachina-Naturgeister in den “White Mountains” sehr stark gewesen ist. In Skandinavien finden wir sehr viele auf der Insel Gotland vor, welche sehr intensiv und auch sehr schön sind. In Bayern gibt es ebenso vieler solcher Orte, man muss sie nur kennen oder sich für sie öffnen. Sehr oft entstammen aus solchen Orten allerlei Folklore, Erzählungen und Mythen – man denke hierbei nur an die Märchen aus dem Harz, dem Schwarzwald oder dem bayerischen Wald. Bei den germanischen Stämmen waren die Buche und die Eiche sehr heilig, und selbst die Römer sagten ihnen nach, dass sie ihre Götter in freier Natur verehren. In dieser Hinsicht waren unsere Vorfahren nicht sehr viel anders als die Indianer. Der animistische Grundgedanke war auch im alten Europa weit verbreitet.

Jeder Mensch reagiert anders auf solche Orte, und jeder Mensch empfindet jeden Ort unterschiedlich. Das liegt in der subjektiven Natur unseres Empfindens. Doch kommt es oft vor, dass gerade bei Waldwanderungen eine Vielzahl an Menschen ähnliche Empfindungen haben, wenn sie jene Orte bereisen. Gerade das Gefühl des Beobachtet-seins ist sehr weit verbreitet, und viele kennen es. In Rumänien kennen viele den Hoia Baciu Wald, er viele Ähnlichkeiten mit den dunklen Mythen aus dem Harzgebirge.

Kraftorte, dass sind Orte voller Energie. Wie man sich diesen Energien öffnet oder sie wahrnimmt, bleibt jedem selbst überlassen. Aber sie bleiben oftmals ein Mysterium, welches sich nicht so einfach wegdiskutieren lässt.

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