Die Walpurgisnacht

Die Walpurgisnacht in der Nacht auf den 1. Mai ist eine Nacht voller Ereignisse, Mythologie und Aberglauben. Ihre Wurzel reicht weit in eine vorchristliche, heidnische Zeit zurück, als Germanische Stämme das Harzer Gebirge besiedelten. Dabei wurde das Ende des Winters und der Neubeginn des Frühlings, der Fruchtbarkeit und der Beginn neuen Lebens zelebriert. Dies war für alle vorchristlichen Völker ein wichtiges Ereignis im Jahr, wenn der Winter sich gen Ende neigt und neues Leben erblüht.
Die Geister des Winters wurden ausgetrieben, ähnlich wie beim Brauchtum der Perchtenläufe mit der gleichen Intention, und die Fruchtbarkeit der Natur und des Lebens wurde herbeigerufen und gefeiert.

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Vor circa 1 000 Jahren wurde diese Feier mit der Christianisierung als Teufelsverehrung verdammt, ähnlich dem Hirten- und Waldgott Pan, welcher ebenso zum Sinnbild des Teufels wurde. Die Ziege war in vorchristliche Zeit immer ein phallisches Symbol der Potenz der Natur und stand im direkten Zusammenhang mit dem Kreislauf der Natur.
Die christliche Nonne Walburga aus einem Kloster in England wurde von Papst Hadrian II an einem 1. Mai heiliggesprochen, ihr wurde ein grosses Wissen zur Austreibung böser Geister nachgesagt, und so entstand der Name Walpurgisnacht.
Der Brocken im Harzgebirge ist ein Ort zahlreicher Mythen, Sagen rund um Hexen, Naturgeister und der Anderswelt. Hier ist ein Ort der Kommunikation zwischen dieser Welt und der Welt der Ahnen, Geister und der Toten. Der Hexentanzplatz bei Thale ist ein Denkmal der vorchristlichen Menschen und ihrem tiefverankerten Glaube an Geister.

Hier im Harzgebirge war es, wo das moderne Bild der Hexe auf einem Besen fliegend, in die Welt getragen wurde. Die Gundelrebe hat an dieser Nacht eine besondere Bedeutung, soll sie zur Abwehr jener Geister dienen. Und noch heute leben sehr viele heidnische Walpurgisriten in traditionellen Maibräuchen auf dem Lande fort, wie etwa das Peitschenknallen und Maibüsche. Der Maibaum ist oft eine Birke und die Birke hatte in der heidnischen Mythologie Mittel- und Nordeuropas eine mythologische Verbindung zur Göttin Freya, ein Sinnbild für Fruchtbarkeit. Auch in Bayern kannte man diesen Brauch und die Walpurgisnacht war als eine Rauhnacht bekannt, einer Nacht, wo der Schleier zur Anderswelt besonders dünn gewesen war. In solchen Nächten ist die Schwelle zwischen Leben und Tod besonders durchlässig und Menschen kehren in sich, meditieren oder Gedenken der Toten.
Bild könnte enthalten: Wolken, Himmel und im Freien

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